König Waldemars Segelroute – von Haithabu nach Tallinn.

Die schwedischen Schären zu erkunden, gelingt traditionell am besten mit einem Segelboot. Der Musiker und Segler Claus Aktoprak erkundete Skandinavien das erste Mal 2014 und startete dann 2018 die zweite Tour, die ihn auf den Spuren des mittelalterlichen Herrschers Waldemar II. wandeln ließ. Dieser hat viele Angelegenheiten seines damals enormen Reiches in dem berühmten Waldemar-Erdbuch (dänisch: Kong Valdemars Jordebog) dokumentiert.

Schärengebiet der Ålandinseln. Foto: Wilson44691 CC BY-SA 2.0 DE

Als Claus Aktoprak auf die alte Route, die sich im dänischen Nationalarchiv in Kopenhagen befand, stieß, war dies der Anfang seiner über viele Monate gehenden Reise durch die Schärenlandschaft von Schwedens und der Ålandinseln. Wie kam es überhaupt dazu? „Ich bin 2014 schon mal in Schweden unterwegs gewesen und habe mich sofort in die Gegend verliebt. Ich wollte noch einmal los, aber nicht wild durch die Gegend fahren, sondern einen roten Faden finden. Und dann bin ich bei Ikea zufälligerweise auf ein Buch in der Dekoration gestoßen und da stand etwas über König Waldemars Segelroute. Diese ist die älteste Seewegroutenbeschreibung Skandinaviens. Das war natürlich super. Sie beeinhaltet 101 Wegpunkte, die von Südschweden bis nach Tallin in Estland führen.“

„Eine Woche später bin ich dann nach Dänemark ins Nationalarchiv gefahren und durfte das Buch lesen. Das war eine tolle Erfahrung. Ich bin dann Mitte April 2018 in Haithabu losgefahren. Das Museum war sehr hilfsbereit. Nach Roskilde war Ystad mein zweiter Halt. Später bin ich durch den Kalmarsund gesegelt, nördlich von Kalmar geht es ja in die Schärengebiete rein, da bin ich quasi der alten Wegbeschreibung gefolgt. Die Route teilt sich dann auf, in eine äußere Route für größere Schiffe und eine innere Route nur für kleinere Schiffe. Das ist eine Abkürzung, nach Stockholm und in den Mälaren. Die Wikingerroute sozusagen, von Haithabu nach Birka. Von da ging es durch die Stockholmer Schären und danach nach Aholma und zu den Ålandinseln. Da wurde es historisch bewegter. Im Gegensatz zur Gegend um Stockholm herum, sind die Ålandinseln nicht so touristisch. Das ist dort wie am Ende der Welt. Ich habe Regenbogen vor mir gehabt, und hatte das Gefühl zwischen Midgard und Asgard zu sein.“

Später führte ihn sein Weg nach Finnland, wo er einen interessanten Ort besuchte: „In den Turkuschären wurden viele Originalfunde aus der Wikingerzeit gemacht. Ich war im Rosala Vikingcentrum, wo man alles nachgebaut hat und wo nichts hinter Glasscheiben ist. Man kann alles anfassen, zum Beispiel Waffen oder Musikinstrumente. Das Tolle war, dass sie mich eingeladen haben, dort zu übernachten. Die Mitarbeiter haben ein Wikingerabendessen veranstaltet und man konnte in dieser großen Halle links und rechts übernachten. Danach bin ich nach Tallinn weitergefahren, wo sich die älteste erhaltene mittelalterliche Altstadt befindet. Von dort bin ich zur Insel Saaremaa gefahren, wo es viele Meteoritenkrater gibt und man vermutet, sie könne das sagenumwobene Thule sein. Es ist ja ein bisschen unbestimmt, wo dieser Ort sein könnte.“ Gotland und Öland rundeten diese spannende und faszinierende Reise ab.

Das Rosala Wikingerzentrum. Foto: Claus Aktoprak

Viele Informationen und Interviews von Experten, Geschichten zu König Waldemars Segelroute und zur Navigation und Mythologie der Wikinger – mit viel Unterstützung diverser skandinavischer Museen und des schwedischen Tourismusverbandes – runden den Film ab zu einer Dokutainment-Trilogie, die Lust aufs Reisen macht und dabei gleichzeitig viel Wissen transportiert. Ihr bekommt die Filme hier https://www.segel-filme.de/filme/ und hier https://millemari.de/shop-kategorie/filme/. Der dritte Teil der Trilogie erscheint in Kürze.

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Viel Glück!

Titelfoto: Claus Aktoprak

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