Schloss Skokloster – Barockschloss bei Stockholm

Skokloster Schloss bei Stockholm am Mälaren

Skokloster Schloss liegt beschaulich auf einer Halbinsel im Mälaren und gilt als eines der schönsten Schlösser innerhalb Europas. Stockholm, Uppsala und auch Sigtuna sind nicht weit entfernt. Zwischen Mai und Oktober hat das im Schloss befindliche Museum durchgehend geöffnet. Das wohl berühmteste Ausstellungsstück ist das Portrait von Rudolf II als Vertumnus von 1591.

Skokloster: Die Geschichte des Ortes

Seit dem 12. Jahrhundert ist ein Hof Sko überliefert und zu Beginn des 13. Jahrhunderts schenkte König Knut Holmgersson (Knut Långe) seinen Hof der Kirche. Vor Ort entstand ein Kloster der Ziesterzienserinnen, woher Skokloster Slott seinen Namen erhielt. Zu den Zeiten von Gustav Vasa – zeitgleich mit der Reformation in Schweden – kam der Hof wieder in den Besitz der schwedischen Krone, die ihn wiederum dem Feldmarschall Christer Somne gab. Da sich dieser auf der Burg Kalmar den Dänen ergab, ging der heruntergekommene Hof an die Familie Wrangel.

Schloss Skokloster Eingangshalle Sigtuna Stockholm
Pompös: Eingangshalle Schloss Skokloster Foto: Carsten Dahlmann

Schloss Skokloster – ein Zeichen schwedischer Vorherrschaft

Schloss Skokloster demonstriert, welch wichtige Rolle Schweden einst als Großmacht gespielt hat. Das Gebäude zählt zu den größten Privatschlössern, die jemals in Schweden gebaut wurden. Die Bauzeit erstreckt sich von 1654 bis 1676 und endete mit dem Tod des Bauherrn Carl Gustaf Wrangel. Das architektonisch einzigartige Schloss wurde 1967 vom Staat gekauft und umfassend renoviert.

Skokloster Slott Schloss Skokloster Mälaren
Skokloster Slott – dekadente Pracht. Foto: Carsten Dahlmann

Seit 1971 ist es ein Denkmal, das rund 50.000 Exponate beherbergt. Dazu gehören eine umfangreiche Waffensammlung, die zu den berühmtesten in Europa gehört. Die Inneneinrichtung und die Gemälde stammen noch aus dem 17. Jahrhundert.

Saal Schloss Skokloster Schweden Stockholm
Speisesaal in Schloss Skokloster. Foto: Carsten Dahlmann

Vertumnus – berühmte Kunst am Mälaren

Das wohl berühmteste Gemälde des Museums ist Vertumnus von Giuseppe Arcimboldo aus dem Jahre 1591. Es ist eines der Bilder, die im Rahmen des Prager Kunstraubs während des Dreißgjährigen Kriegs gestohlen wurden. Der Maler des Bildes ist bekannt für seine Portraits (teste composte), die er aus einzelnen Kompenenten aus Blättern, Obst und Gemüse zusammensetzte. Das Portrait, das im Schloss ausgestellt wird, zeigt den Habsburger Kaiser und König von Böhmen Rudolf II (1552-1612) als Vertumnus, eine etruskische Gottheit. Das bekannte Werk hängt wohlbeschützt in einem verdunkelten Raum in der unteren Etage des Museums.

Schloss Skokloster Giuseppe Arcimboldo Vertumnus
Ein Figur des berühmten Gemüsemanns. Foto: Carsten Dahlmann

Sehenswert: Skokloster Kirche

Das älteste Gebäude auf der Halbinsel ist die Kirche Skokloster, die bereits im Jahre 1240 erbaut wurde. Der Bau der ersten Kirche, die noch heute als Ruine in der Nähe des Schlosses zu sehen ist, ging auf die Initiative des Königs Knut Långe zurück. Als sein Sohn im Jahre 1247 starb, wurde er in der Kirche bestattet, und bald sollen sich Wunder an seinem Grab ereignet haben, wodurch die Halbinsel Sko zum Pilgerort wurde.

Skokloster Kirche. Foto: Carsten Dahlmann

In der Zeit der Reformation schwand die Bedeutung der katholischen Kirche und Gustav Vasa entzog ihr ihre Privilegien, wodurch der Grundstein für den Bau des Schlosses gelegt wurde. Heute ist die prachtvolle Kirche nicht nur ein Ort der Besinnung, sondern auch der Kultur. Die Ruine des mittelalterlichen Klosters lädt in der Nähe des Schlosses zur Erkundung ein.

Ruine bei Schloss Skokloster
Ruinen des mittelalterlichen Klosters. Foto: Carsten Dahlmann

Schloss Skokloster – Öffnungszeiten und Tipps

Öffnungszeiten : 1. Juni bis 31. August, Montag-Freitag von 11-17 Uhr
Nebensaison: hier klicken.
Der Eintritt ist frei
Hunde
sind im Café erlaubt.

Der Mälaren bei der Halbinsel Sko bei Stockholn
Ausblick auf den Mälaren. Foto: Carsten Dahlmann

Weiterlesen: Reisetipps für Sehenswürdigkeiten am Mälaren

Titelfoto: Carsten Dahlmann

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